Zwei Reliquientafeln

Zwei Reliquientafeln

Die beiden Reliquientafeln stammen aus dem frühen 16. Jahrhundert. Sie sind Ausdruck der Frömmigkeit des späten Mittelalters. 

In kleinen Kästchen, die mit einem Rahmen versehen sind , werden die teilweise winzigen Reliquien verwahrt. Auf der Abdeckung ist sorgfältig der Inhalt notiert. Bisher ist jedoch noch nicht versucht worden, die Inschriften bestimmten H eiligen oder heiligen Stätten zuzuordnen. 

Wie es in dieser Zeit üblich war, sammelte das Kloster Reliquien. Das dürften nicht immer nur Knochensplitter von H eiligen gewesen sein. Es waren auch sicher Berührungsreliquien dabei. Das sind kleine Gegenstände, die mit den für die damaligen M enschen heiligen Stellen in Berührung gekommen waren. Ein Beispiel hierfür ist das Petrusgrab in der Peters-Kirche im Vatikan; hier wurden kleine Gegenstände hinabgelassen, die dann Berührungsreliquien waren. 

1673 wurden zur Ausschmückung des Chorraumes der Klosterkirche vier Reliquienkästchen angebracht. Sie könnten diese verehrten Gegenstände enthalten haben.

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