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Zelebrationskelch mit Patene

Zelebrationskelch mit Patene
datiert  1684  Osnabrück, Heinrich Theodor Hartmann,
Silber, teilweise vergoldet, Höhe 27,5 cm, Öffnung 13,5 cm, Fuß 18 cm

Zelebrationskelch mit PateneAus dem Jahr des Amtsantrittes der Äbtissin ]udith Theresia von Walrave (1684 – 1697) stammt der barocke Kelch mit Patene, geschaffen vom Osnabrücker Goldschmied Heinrich Theodor Hartmann.

Der Sechspassfuß mit überkragendem Rand verfügt über sechs Ovalmedaillons auf der Oberfläche, umrahmt von Blattwerk in Treibarbeit zwischen getriebenen Blattver­ zierungen. In den Ovalmedaillons mit Perlfries befinden sich figürliche Darstellungen der Verkündigung, der Geburt, der Kreuzigung, der Auferstehung Christi und M aria Himmel­fahrt. Das sechste M edaillon schmückt ein gekröntes Wappen mit der Lilie derer von Walrave.

Der aufstrebende, sich nach oben verjüngende zylindrische Schaft ist reich verziert mit einem birnenförmigen Nodus (Knauf ). Darauf sind die Themen Schweißtuch der Veronika, die Wundmale und die Dornenkrone dargestellt.

Die glockenförmige Cuppa hat einen Überfang in Durch­ bruchstechnik mit Putten, mit der Leiter und den Leidens­ werkzeugen Christi zwischen üppigem Akanthusblattwerk und Blüten.

Unter dem Fuß ist der Kelch gestempelt mit dem Osnabrücker Beschauzeichen sowie der Goldschmiedemarke der Werkstatt Heinrich Theodor Hartmann- ein Herz mit drei Rosen. Er stammt aus derselben Werkstatt wie die Sonnenmonstranz. Unter dem Fuß befindet sich die Inschrift: „Judith Theresia von Walravedd. 1684.6.10. bris“.

Zu dem Kelch gehört eine Patene mit vertieftem Boden. Am Rand befindet sich ein Signulum mit den Buchstaben IHS, doppelt konturiert mit Flammen.

 

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