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Urkunde von 1560 über den Mess„ und Kommunikantenwein

Urkunde von 1560 über den Mess„ und Kommunikantenwein

 Urkunde Messwein

Am  22. Oktober  1560 wurde  zwischen  der Äbtissin  mit  dem Konvent  und  den Ratsleuten  des Kirchspiels die Vereinbarung getroffen, dass das Kloster den Wein für die Kirche stellt: 

Wir Adelheit von Langen, Äbtissin, Anna Schade, Priorin, Ermegardt Brauwe, Schaffnerin, und sämtliche Konvents-Jungfern bekennen für uns und unsere Nachkommen, nachdem wir zeitweilig uneinig mit den Ratsleuten unserer Kirche in Bersenbrück gewesen, da die Frau des Klosters der vierte Ratsmann immer gleichzeitig ist, und sie fast ohne unser Vorwissen und Willen mit den Kirchengütern gehandelt, so haben wir uns freundlich miteinander vertragen im Beisein sämtlicher Beisitzer, also dass sie keinen Handel machen wollen in betreff der Kirchengüter weder im kleinen noch im großen ohne unser und unserer Nachkommen Wissen und Willen. 

Und das haben wir dem Kirchspiel zugegeben: Die Totenpreven (Gebühren), solange die Dinge also in der Kirche bestehen, insofern das Kirchenregiment wieder auf den alten Fuß kommen, so sollen die Preven und was von alters her in der Kirche gebräuchlich gewesen, wieder zurücktun und bringen. Und das haben wir angenommen, dass wir ihm den Wein in der Kirche und für die Kranken das ganze Jahr stehen wollen, abgesehen von den Ostern- und Weihnachtsfeiertagen;  dann wollen die Ratsleute ihn stehen. Dagegen haben sie uns überlassen ein M alter Roggen, das sie von uns jährlich hoben. 

Dieser Vertrag ist von vorgenannten Ratsleuten und Beisitzern mit Bewilligung des ganzen Kirchspiels geschlossen. Zur Beurkundung und Beglaubigung der Wahrheit haben wir das große Siegel unseres Konvents an diesen Brief gehangen im Jahre nach unseres Erlösers und Seligmachers Geburt fün fzehnhundert  und sechzig, den zweiundzwanzigsten Oktober“.

Dieser Vertrag wird noch heute eingehalten: Die Klosterkammer zahlt auch jetzt  noch den Messwein für  die St. Vincentius- Kirche.

 

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