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Reliefs „Maria Verkündigung“ und „Heilige Sippe „

Reliefs „Maria Verkündigung“ und „Heilige Sippe „

Bei den beiden etwa 30 x 30 cm großen  Eichenreliefs handelt  es  sich  um  Fragmente ausReliefMaria-Verkuendigung einem  Altarbild . Entstanden sind sie  um   1515  in  Antwerpen.
Hier wurden in großem Umfang Altarbilder hoher Qualität in Manufakturen hergestellt. In diesen Betrieben gab es eine spezielle Arbeitsteilung; so stellten die Kunsthandwerker eine Reihe von gleichen Szenen her. Diese wurden je nach Wunsch wie ein Puzzle zum Altarbild  zusammengesetzt. 

So gibt es jetzt eine große Anzahl bedeutender Altäre, die aus Flandern stammen, wie in der Marienkirche in Osnabrück, in der renovierten St. Petri-Kirche in Dortmund sowie in vielen anderen Kirchen in Westfalen und im Rheinland. 

Die Bersenbrücker Reliefs waren mal schlecht übermalt und wiesen Beschädigungen auf. Nach der Restauration 1976sind sie naturf arben, Reste der ursprünglichen Bemalung sind zu erkennen.

 Sie befanden sich in den zwei kleinen Wandnischen an der Ostseite unter dem großen Fenster. Nachdem man sie 1976 dem Diözesanmuseum übergeben hatte, wurden sie später durch Kopien ersetzt, angefertigt 1990 von der Gipsformerei der
„Stiftung preußischer Kulturbesitz“ in Berlin. 

In dem Relief „Maria Verkündigung“ hält der Erzengel Gabriel mit der linken Hand ein Schriftband mit der Verkündigung der Geburt des Herrn. Seine rechte Hand weist zum Himmel, als er Maria die Botschaft des Herrn überbringt. Maria hebt die Hand , als sie vielleicht sagt: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne!“ Mit der linken Hand stützt sie sich auf die Bibel , die auf einem Schemel liegt. 

Das Bildnis der Heiligen Familie zeigt in der Mitte das Jesuskind mit langem Gewand auf einem Schemel, im Rücken gestützt vom Heiligen Josef. Auf der anderen Seite ist der Vater Josefs, der Heilige Joachim abgebildet. Im Vordergrund links hält Maria die Bibel in der rechten Hand , auf der rechten Seite sitzt die Heilige Anna. 

Die Verehrung der Heiligen Anna war im Mittelalter groß. So gibt es viele eindrucksvolle Skulpturen aus dieser Zeit. In der Sakramentsnische, die sich seit 1911 in dem Pilaster (vorgelagerter Wandpfeiler ) aRefliefHeiligeSippen der Chorwand befindet, stand die einfache Nachbildung einer derartigen Gruppe.

Während der Renovierungsarbeiten wurde sie 1988 gestohlen.

Pastor Wigbers erhielt wenige Tage später einen Anruf, in dem der Anrufer erklärte, er habe die Figur erworben, ohne zu wissen, dass sie gestohlen sei.

„Da Ihre Gemeinde sicher daran hängt“, sei er aber bereit, diese zurückzugeben gegen Erstattung seiner Kosten. „Dann müssen sie sie man behalten!“ erklärte Pastor Wigbers kategorisch.

Aus dieser Nische wurde schon 1920 ein Vesperbild entwendet, seinerzeit eine ungleich wertvollere Pieta aus dem Kreis des Meisters von Osnabrück.

 

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