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Die Stiftungsurkunde von 1231

Die Stiftungsurkunde   von  1231

Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. 

Otto, durch Gottes Gnade Graf, und Sophia, Gräfin von Ravensberg, grüßen alle Leser dieses Schreibens, heutige wie zukünftige, in dem, der aller Heil ist. 

Weil Zeit und Jahre rasch vergehen und deren Zahl sich mehrt, da ferner die kommende Zeit wie zu erkennen ist dem Bösen stärker zuneigt und die Geschehnisse dem schwankenden Gedächtnis der Sterblichen entschwinden, ist es nützlich und höchst notwendig, dasjenige, was vorteilhaft und vernünftig geschieht, durch ein dauerndes Schriftzeugnis zu bekräftigen. Deswegen wollen wir, es sei zu euerm Besten, dass wir, veranlasst durch die Gnade des Heiligen Geistes, unter allgemeiner Zustimmung und aus freiem Willen unseren Besitz zu Bersenbrück, nämlich die Kirche mit der Ausstattung und allen Einkünften und auch den der Kirche in genanntem Dorf angelegenen Haupthof mit der Mühle, mit zwei Eigenstätten, Bauernhöfen, Hörigen, Wiesen, Fischteichen, Wäldern, Weiden und allem Zubehör, zu Ehren unseres Herrn Jesus Christus und der glorreichen Gottesmutter Maria, der dortigen Schutzpatronin, überwiesen und auf alle unsere Rechte voll verzichteten, damit dort zur Ehre Gottes und seiner erhabenen Mutter ein Frauenkloster des Zisterzienserordens gebaut werde, in dem Gott würdig gedient und das dauernde Gedenken an unsere Eltern und an uns in Verehrung gepflegt werde. Um aber der Schwäche des menschlichen Gedächtnisses und der List boshafter Menschen zuvorzukommen, die oft danach trachten, gute Handlungen zu untergraben, halten wir es für richtig, den Inhalt des vorliegenden Schreibens, das den Ablauf des Geschehens für eine unabänderliche Wahrheit erklärt, festzuhalten und durch das Zeugnis unserer Siegel zu bekräftigen.

Als Zeugen waren zugegen: Herbord von Spreda, Hermann Willekin, Friedrich Snip-hardt, Bertram Spric, Conrad, Ludolf und Diethard von Goldenstedt, Bertram von Dinklage mit seinen Söhnen Johannes und Bertram, Hermann von Brockhof und sein Bruder Otto, Bruno von Rellinghausen, Alexander Hoveth, Henrich Slave, Gerhard von Warendorf, Gerhard von M ettingen, Henrich, Pfarrer in Vechta, Wessel, Leo und Friedrich, Brüder vom Predigerorden (Dominikaner ) und mehrere andere.

Geschehen im Jahr 1231 nach der Geburt des Herrn in (der Burg) Vechta, zurzeit, da (Papst) Gregor dem Apostolischen Stuhl vorstand , (Kaiser) Friedrich das Römische Reich regierte und Bischof Conrad den bischöflichen Stuhl zu Osnabrück innehatte.

Stiftungsurkunde1231

 

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