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Die Entwicklung des Klosters bis zum Ende des 14. Jahrhunderts

Die Entwicklung des Klosters bis zum Ende des 14. Jahrhunderts

Nachdem die ersten Nonnen wohl den ehemaligen Haupthof des Grafen von Ravensberg, der wahr­ scheinlich direkt im Bereich hinter der Chorwand der Kirche gelegen war, als Kloster nutzten, began nen sie sicher bald mit einem Neubau.

1252 brach am Vorabend zum Osterfest ein großer Brand aus. Was ihm zum Opfer fiel, ist nicht überliefert. Mit dem Bau des jetzt noch bestehenden östlichen Flügels des Klosters, dem sogenannte Remter  (von Refectorium  = Speise- und Erholungsraum)  mit Dormitorium  (Schlafraum),  wurde 1269 begonnen. Allerdings hat man bei den Bauarbeiten 1998 in der Klosterküche Fundamente eines Vorgängerbaues gefunden.

1271 kam es erneut zu einem Brand wohl aufgrund einer Brandstiftung der „Drei Elenden von Riebnitz „.Es soll ein Racheakt  gewesen sein für die Vertreibung aus Bersenbrück. Erst 1313, 44 Jahre nach Grundsteinlegung und 88 Jahre nach Klostergründung, soll das Kloster gleichzeitig mit dem Chor der Klosterkirche eingeweiht worden sein.

Diese Daten sind nicht uneingeschränkt nachvollziehbar, denn es wird ebenso berichtet, dass der Bau der Klosterkirche, das ist das jetzige rechte Schiff der Pfarrkirche, am 12. März 1263 begann und diese am  4. Mai 1287 eingeweiht wurde. Es könnte nämlich sein, dass sich das Datum der Einweihung im Jahr 1313 bereits auf den Erweiterungsbau der Klosterkirche, das jetzige westliche Joch, bezieht.

Lange Bauzeiten waren im Mittelalter durchaus erklärbar. Allein die Beschaffung und der Transport von Baumaterial, zum Beispiel der Bruchsteine aus dem Gehn, war nach damaligem technischen Stand außerordentlich aufwändig und zeitraubend.

Trotzdem war bereits ein anderes schwieriges und technisch anspruch­ volles Projekt 1293 abgeschlossen: Der Bau der Hasemühle. Hierfür waren die Hase am Flutwerk aufge­staut, der Hasekanal und wohl auch schon der „ sehr breite und tiefe“ Kirchspielsgraben    angelegt, die Mühlengebäude   errichtet   und   die technische Ausstattung mit Mühlenrad und Mahlwerk eingebaut. Was von dem späteren Betrieb – Getreidemühle, Walkemühle, Ölmühle und Sägewerk – schon vorhanden war, wird nicht gesagt.

1388 soll  es erneut ein verheerendes – Feuer gegeben haben. Nach diesem Brand soll das Dach des Remters bzw. Dormitoriums erhöht und der Schlafsaal in Einzelzellen umgewan­delt worden sein. Es gibt auch Vermutungen, dass erst um diese Zeit die  Klosterkirche um das dritte westliche Joch erweitert wurde. 

 Kreuzgarrg

Kreuzgang               Remise            Einfahrt z. Stall

Schnitt durch das Klostergebäude – Südostflügel                                   

 

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