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Die Aufhebung des Klosters

Die Aufhebung  des Klosters

Der Westfälische Friede von Osnabrück und Münster im Jahre 1648 brachte das Ende des 30 jährigen Krieges und die Trennung der Konfessionen. Jetzt aber ergab sich ein erhöhter Bedarf an Einkünften im Fürstbistum Osnabrück, weil neue Kirchen gebaut und Schulen eingerichtet werden mussten, um die Voraussetzungen für ein eigenes Gemeindeleben der Glaubensgemeinschaften zu schaffen. So dachte man schon 1774 an die Aufhebung des begüterten Klosters Bersenbrück, um aus den Einkünften Kirchen zu bauen und das katholische Schulwesen zu verbessern. 

Im Jahr 1786 wurde die Vollziehung dieser Absicht eingeleitet. Die Äbtissin versuchte vergeblich, auf dem Rechtswege diese Enteignung zu verhindern. Am 22. Februar 1787 mussten sich alle Klosterangehörigen, der Beichtvater und der Amtmann, der letzte Klosterverwalter, versammeln.

Ihnen wurden dann die Beschlüsse über die Klosteraufhebung mitgeteilt.

Im Sterberegister der Kirchengemeinde findet man die von Pastor Docen verfasste Notiz deutsche Übersetzung des lateinischen Textes:

„Im Jahre 1787 ist das adlige Zisterzienserinnenkloster Bersenbrück erloschen. Seine letzte Äbtissin war die ehrw. M .D.v.Bothmer aus dem Hause Schwegerhoff etc. [ es folgen die Namen der Klosterfrauen ], während der Amtszeit des Konfessarius Franz Hatzfeld, Pater von Marienfeld und während ich, Pater Arnold Docen aus Marienfeld , Pastor war. Die Aufhebungsbulle wurde am 22. Februar 1787 veröffentlicht. „

 

Bild Aufhebung des Klosters

Von der Klosteraufhebung gibt es diese umfangreiche Urkunde, unterzeichnet durch Kaiser Joseph II und Papst Pius VI

Inwieweit die vorgesehene Verwendung der Erträge aus dem Klostervermögen erfolgte, ist nicht nachzuvollziehen. Fest steht, dass es zur Gründung eines Stiftes kam für Töchter aus dem Hause des katholischen Osnabrücker Beamtentums. Eine Residenzpflicht, d.h. eine zeitweise Anwesenheit, wurde nicht verlangt. Noch bisüber die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus gab es Stiftsdamen für Bersenbrück, die aus dem Klostervermögen, das heute von der Niedersächsischen Klosterkammer verwaltet wird, eine zuletzt allerdings kleine Zahlung erhielten. Es ist davon auszugehen, dass noch heute Zahlungen fließen.

Zu Auskünften fand  sich die Klosterkammer allerdings bisher nicht bereit.

 Hinweise über benutzte Texte und Autorenrechte
siehe Quellenverzeichnis!!!
Literatur:
Hans Witte: Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Bersenbrück, München 1992

Otto zu Hoene: Kloster Bersenbrück, 2 Bände. Osnabrück 1977/78
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