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23. Großer Klosterinnenhof

23. Großer Klosterinnenhof mit Blick auf das Dormitorium (ursprünglich 13. Jh.) und das “Neue Kloster” von 1782

 

Zisterzienser

aus Ordenslexikon.de, dem freien Nachschlagewerk für christliche Orden und geistliche Gemeinschaften in aller Welt

Die Zisterzienser ( lat. Ordo Cisterciensis, OCist) sind ein kontemplativer Mönchsorden, der durch Reform aus den Benediktinern hervorgegangen ist. Zur Familie der Zisterzienser gehört neben dem Ordo Cisterciensis auch der Orden der Zisterzienser von der strengeren Observanz (Trappisten ). M itglieder beider Orden tragen als Ordenstracht eine weiße oder graue Tunika, ein schwarzes Skapulier und eine weiße Kukulle.

Geschichte

Ursprungskloster und Namensgeber der Zisterzienser ist das 1098 von Robert von Molesme und etwa zwanzig weiteren Mönchen der Abtei Molesme gegründete Kloster Citeaux. Anliegen dieser Reformgruppe war es, sich wieder auf den strengen Kern des Mönchtums, das Schweigen und die Einsamkeit, und die Einhaltung der Benediktusregel zu besinnen. Ihren Lebensunterhalt wollten sie durch ihrer Hände Arbeit verdienen statt durch den Zehnten.

Die Mönche von Citeaux wollten nichts anderes sein als Benediktiner, jedoch unterschied sich ihr Kloster deutlich von anderen Benediktinerabteien ihrer Zeit, sodass ein neuer Orden entstand, der der erste zentralisierte Orden des abendländischen christlichen Mönchtums war.

Auch äußerlich unterschieden sich die Zisterzienser von den Benediktinern. Die Ordenstracht der Zisterzienser wurde aus ungefärbter Schafswolle hergestellt, sodass ihr Gewand gräulich-braun war und vom Waschen immer weißer wurde. Diese Ordenstracht, die Einfachheit symbolisierte, stand im Gegensatz zur aufwändig schwarz gefärbten Ordenstracht der Benediktiner, besonders jener von Cluny, sodass fortan auch von „weißen Mönchen“und „schwarzen Mönchen“ gesprochen wurde.

1099, schon nach einem Jahr, wurde Robert in seine Abtei Molesme zurückbeordert. Abt an seiner Stelle wurde Alberich, der dieses Amt zehn Jahre lang inne hatte. Dritter Abt von Citeaux wurde 1109 Stephen Harding, der dem neu  entstandenen  Orden  durch  seine  Charta  caritatis  eine Verfassung gab, die 1119 durch Papst Kalixt II. bestätigt wurde. Stephan Harding wurde damit zum eigentlichen Gründer des Ordens.

Jede Abtei des Ordens war selbständig, jedoch auf die einheitlichen Statuten des Zisterzienserordens verpflichtet. Regelmäßig visitiert wurden die Abteien vom Abt ihres Mutterklosters (Filiationsprinzip ), wobei Citeaux, die  erste Abtei des Ordens, von den Äbten der ersten vier Gründungen von Citeaux, der Primarabteien La Ferte, Pontigny, Clairvaux und Morimond, visietiert wurde. Jährlich fand in Citeaux unter dem Vorsitz des Abtes von Citeaux ein Generalkapitel statt, an dem alle Äbte des Ordens teilnahmen.

Für die eigentliche Verbreitung des Ordens sorgte Bernhard von Clairvaux, der 1113 in Citeaux eintrat und von dort 1115 zur Gründung des Klosters Clairvaux ausgesandt wurde. Berhard förderte die Einfachheit in Lebensgewohnheiten der Mönche und Bauweise der Klöster. Durch ihn wurde der Zisterzienserorden aber auch in weltliche Aktivitäten einbezogen. Bernhard selbst war Berater von weltlichen und geistlichen Herrschern; im Auftrag Papst Bugen III. predigte der den Zweiten Kreuzzug.

Das erste Zisterzienserinnenkloster wurde 1120 mit der Abtei Tart gegründet.

Ab dem 13./ 14. Jahrhundert setzte ein Angleichung der Lebensart der Zisterzienser an die der Benediktiner ein.

Hinweise über benutzte Texte und Autorenrechte
siehe Quellenverzeichnis!!!
Literatur:
Hans Witte: Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Bersenbrück, München 1992

Otto zu Hoene: Kloster Bersenbrück, 2 Bände. Osnabrück 1977/78
© 2014 Kath. Pfarramt St. Vincentius – Stiftshof 3 – 49593 Bersenbrück – Telefon: 0 54 39/93029
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